4 mitten im Sauerland  –  das sind Bestwig, Eslohe, Meschede und Schmallenberg. Vier Kommunen, die einiges gemeinsam haben und deshalb bereits seit 2009 gemeinsam an ihrer Regionalentwicklung arbeiten.

Klicken Sie sich durch die Kacheln, um mehr über die Kommunen, die Region, Nachbarn und regionale Themen zu erfahren:

Wissenswertes über die LEADER-Region 4 mitten im Sauerland :

Ziele & Themen für "4 mitten im Sauerland"

Ziele & Themen für

Ziel ist es, die Region interessant und attraktiv zu halten, damit die Bevölkerung gut und gerne hier leben kann und will. Gäste sollen sich in der Region wohlfühlen und gerne wiederkommen. Unternehmen soll ein Umfeld geboten werden, um erfolgreich wirtschaften zu können. Dies beinhaltet zum einen, dass es für Kinder und Jugendliche sowie für Familien und Senioren entsprechend attraktive Lebensbedingungen geben muss. Zum anderen muss die Region interessant für Gäste sein und spannende und innovative Angebote machen können. Außerdem müssen auch die heimischen Unternehmen entsprechende Rahmenbedingungen vorfinden, mit denen sie wirtschaftlich erfolgreich im Sinne der Region tätig sein können. Dazu müssen die positiven Eigenschaften in der Region bewahrt, gestärkt und häufiger herausgestellt werden sowie bestehende Defizite und sich abzeichnende Risiken mit innovativen Ideen gemindert oder kompensiert werden. Es kommt dabei insbesondere auf die Verknüpfung von einer attraktiven Kulturlandschaft, regionsspezifischen Traditionen sowie modernen und zukunftstauglichen Lebensbedingungen für die Bewohner an.

Zusammenfassend wurde daher als übergeordnetes Entwicklungsziel für die LEADER-Region „4 mitten im Sauerland“ definiert:

Schutz und Bewahrung einer attraktiven Kulturlandschaft und einer aktiv gelebten Tradition als Fundament für eine moderne und innovative regionale Gemeinschaft

Auf dieser Basis kann erreicht werden, dass die Region „4 mitten im Sauerland“ auch in Zukunft attraktiv für seine Bewohner, Gäste und Unternehmen sein wird. Der Schlüssel zur Erreichung dieser Ziele in der Region ist die aktive und engagierte regionale Gemeinschaft. Ein hohes Engagement für die Region und die breite Beteiligung an derartigen Prozessen hat Tradition in der Region „4 mitten im Sauerland“. Aus dem oben dargestellten zentralen Entwicklungsleitziel wurden vier Teil-Entwicklungsziele erarbeitet, die für die Region von hoher Bedeutung sind:

Engagierte regionale Gemeinschaft stärken

Eine gut funktionierende dörfliche und regionale Gemeinschaft ist häufig der beste „Impfschutz“ gegen Wegzug und eine, durch die demographische Entwicklung verursachte Entleerung des ländlichen Raumes. Wichtig ist, nicht nur seine eigene dörfliche Umgebung im Blick zu haben. Der Blick über den Tellerrand, über die eigenen Ortsgrenzen hinaus, ist Voraussetzung für jedwedes regionales Handeln. Den wirklichen Herausforderungen der Zukunft kann die Region „4 mitten im Sauerland“ nur dann begegnen, wenn sie sich weiter zu einer Gemeinschaft entwickelt, bei der die Kenntnis der und das Verständnis für die Nachbarn vorhanden ist. Auf einer solchen Basis kann die Region dann Dinge selbst in die Hand nehmen und ehrenamtliches Engagement in verstärktem Maße in die Zukunftsentwicklung einfließen lassen.

Der Blick über den Tellerrand, verbunden mit regionalem Handeln ist eine Handlung, die weit über die Grenzen der LEADER-Region hinausgeht. Kooperationen suchen und eingehen, ist ein zentrales Element für die Region „4 mitten im Sauerland“ in der aktuellen Förderphase

Traditionen und Know-how bewahren

Die Region „4 mitten im Sauerland“ hat vielfältige Traditionen – im Handwerk, der Industrie, in der Kultur und in der Brauchtumspflege. Eine moderne Region ist sich dieser Traditionen bewusst, pflegt sie und bezieht sie in die Planungen für künftiges Handeln mit ein. Die Kenntnis über das Vergangene birgt oftmals Lösungsansätze für das Kommende. Dabei sind nicht nur „historische“ Traditionen
gemeint, sondern auch die Beachtung und Bewahrung etablierter gegenwärtiger Aktivitäten. Der Austausch und das Miteinander von Jung und Alt, die Weitergabe von Wissen und das voneinander Lernen stehen hierbei im Mittelpunkt dieser Zielsetzung.

Modern und innovativ sein

Gleichzeitig sollen innovative neue Entwicklungen angestoßen, analysiert und unterstützt werden. Den Bewohnerinnen und Bewohnern der Region sollen genauso wie den Unternehmen und potenziellen Existenzgründern moderne, zeitgemäße und zukunftssichere Rahmenbedingungen geboten werden. Die Region soll sich künftig mehr als bisher durch innovative Ansätze von anderen unterscheiden. In Verbindung mit dem vorangehenden Teilziel ergibt sich so ein enorm spannendes Gemenge von Tradition und Innovation.

Natur und Umwelt schützen

Als Teilregion des gesamten Sauerlandes verfügt die Region über umfangreiche Natur- und Naturraumressourcen. Sie stellen ein wesentliches Kapital der Region dar, sowohl wirtschaftlich (Tourismus, Holzindustrie etc.), als auch im Bereich des Landschaftsbildes und des Klimaschutzes. Der Naturraum in der Region ist nicht nur Umgebung, sondern lebendiger Bestandteil des Lebens-, Wohn- und Arbeitsumfeldes. Die Schärfung des regionalen Bewusstseins für die Vielseitigkeit von Natur und Umwelt, aber auch die Sensibilisierung für die Fragilität des Naturraums sind wesentliche Aspekte dieses Ziels. Die natürlichen Ressourcen der Region gilt es zu erhalten, wo möglich nachhaltig in Wert zu setzen und damit die attraktive Kulturlandschaft zu sichern.

 

Diese und weitere Ziele soll gestützt werden durch Aktivitäten und Engagements in vier Handlungsfeldern:

 

Handlungsfeld 1: Investitionen in Kinder und Jugendliche

Die Förderung von Kindern und Jugendlichen ist für die Region von besonderer Bedeutung. Die Auswirkungen des demographischen Wandels treffen die Region nach derzeitigen Prognosen sehr stark. Schon jetzt sind Folgen der Abwanderung, z.B. beim Fachkräftemangel spürbar. Nur durch starke und engagierte regionale Gemeinschaft können junge Menschen in der Region verankern oder zurückgeholt werden. Nur wenn Kinder und Jugendliche sich vor Ort heimisch und gut versorgt fühlen, werden sie in späteren Jahren der Region die Treue halten. Insofern muss es darum gehen, die Rahmenbedingungen, Angebote und die soziale Sicherheit für Kinder, Jugendliche und ihre Familien in jeder Hinsicht nachhaltig zu stärken. Der Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.
Zentrale Themenbereiche: Prävention, Demographischer Wandel, Bildung und Kulturentwicklung

Handlungsfeld 2: Wirtschaft, Wald und Tourismus

Nur wenn die Region es schafft, als Wirtschaftsraum attraktiv zu bleiben, können negative Entwicklungen vermieden werden. Zwar ist mit dem Tourismus ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in der Region gut ausgebildet, jedoch trägt dieser Bereich nur etwa 10% zur regionalen Wertschöpfung bei. In der Region „4 mitten im Sauerland“ gibt ein einige „hidden champions“, d.h. Weltmarktführer
der Industrie, die Spitzentechnologie herstellen, aber außerhalb ihrer Branche kaum bekannt sind. Vielen jungen Menschen in der Region, die einen Ausbildungsplatz suchen, sind die meisten dieser Firmen unbekannt. Verknüpfungen zwischen Schulen und Betrieben herzustellen, ist deshalb immens wichtig für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region. Eine besondere Stellung im regionalen Wirtschaftsgefüge kommt auch den Bereichen Wald und Forst zu. Dieser Sektor trägt viel zur Wertschöpfung der Region bei, hat aber mit fehlendem beruflichem Nachwuchs zu kämpfen.
Zentrale Themenbereiche: Tourismus, wirtschaftliche Entwicklung, Wertschöpfung, Wald und Forst

Handlungsfeld 3: Wasser, Umwelt und Dorf

Die Region „4 mitten im Sauerland“ wird naturräumlich geprägt vom Wald und zu einem großen Teil durch seine Gewässer. Vor dem erklärten Ziel des Ressourcenschutzes kann daher der Aktionsbereich im Themengebiet Natur und Umwelt erweitert werden auf die Förderung der Gewässerentwicklung. Dies umfasst Umweltbildung, Renaturierungsmaßnahmen sowie die Schaffung von Retentionsräumen. Gleichzeitig müssen Naturraum und natürliche Grundlagen geschützt und bewahrt werden, da sie eben nicht nur landschaftsgestaltendes Element sind, sondern aktive Gestalter der
Klimaentwicklung sind und auch wirtschaftliches Potenzial innehalten. Außerdem sind sie Lebens- und Kulturraum der zahlreichen Dörfer in der Region, die oftmals in besonderem Maße von strukturellen und demographischen Entwicklungen betroffen sind. Leerstand in den Dorfkernen ist nur eine der drängendsten Herausforderungen, denen aktiv begegnet werden muss. Die Zukunft der Dörfer hängt in besonderem Maße davon ab, wie es gelingen wird, sie als Lebens- und Wohnraum zu erhalten.
Zentrale Themenbereiche: Gewässerentwicklung, Natur- und Ressourcenschutz sowie Dorferneuerung

Handlungsfeld 4: Versorgung im ländlichen Raum

Immer mehr Dörfer verlieren ihre Versorgungseinrichtungen. Gleichzeitig werden die Menschen älter und weniger mobil. Die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen steigt dabei. Das Erreichen von medizinischen Einrichtungen und Versorgungseinrichtungen des täglichen Bedarfs jedoch wird immer schwieriger. Hier muss die Region, auch vor dem Hintergrund der Gewährleistung von lebenswerten Orten, dringend Ansätze finden, um dieser Problemlage zu begegnen. Alternative Modelle, im Bereich Mobilität wie im Bereich Versorgung, müssen angewendet und erprobt werden, um Lösungen zu finden, wie auch periphere Räume in der Region künftig gut versorgt oder wenigstens gut angebunden sein können. Nur so kann verhindert werden, dass Dörfer in der Region weiter schrumpfen.
Zentrale Themenbereiche: Gesundheitsversorgung, Mobilität und Nahversorgung

LEADER-Region "4 Mitten im Sauerland“

Rathausplatz 1 · 59909 Bestwig

Telefon: 0 29 04 / 712 88 22

info@leader-sauerland.de